Mittwoch, 12. März 2014

Der "amtliche" Gesang

21.02.2014:

"Wir machen heute Abend den amtlichen Gesang..."
Das war die Ansage meines Gitarren Lehrers (Dennis) vor gut drei Wochen. Dass mein Bericht hierüber so lange auf sich hat warten lassen, hat schlicht und einfach damit zu tuen, dass ich erst heute entschieden haben, diesen Gesang als amtlich anzuerkennen. Ich muss ehrlich gestehen, ich weiß nicht wie professionelle Musiker diesen Prozess erleben. Ich kam mir bisweilen sehr narzisstisch vor, immer und immer wieder den "rough" Mix durchzuhören und mich zu fragen ob ich das so wirklich stehen lassen möchte.

Diese Entscheidung ist heute gefallen und eine weitere gleich dazu. Die ausstehenden "Arrangements", also Intro, Fills, Solo und etwas Backround, habe ich in die verantwortungsvollen Hände von Dennis gelegt. Im Midi-Mix sind diese zwar schon zu Papier gebracht, sie vernünftig auf Tape zu bringen, stellt mich derzeit jedoch vor eine riesige Aufgabe, der ich aktuell noch nicht gewachsen bin. Dass hat vor allem damit zu tun, dass ich einfach "satt" bin, was die Entwicklung des Songs angeht.

Wenn man seit nun sicher 6 Monaten an einem Projekt arbeitet, hat man einfach irgendwann keinen Platz mehr im Kopf dafür. Insbesondere keinen kreativen Platz mehr. Ich bin Dennis sehr dankbar, dass er mich auf diesem langen Weg immer wieder zurück in die Spur gebracht hat. Wie viel Haken und Ösen so eine Produktion hat, erkennt man erst, wenn man bis über beide Ohren in ihr drin steckt. Wenn dies dann noch ein "Hobby" ist, und die spärliche Zeit, die man neben der Arbeit hat, besonders effektiv genutzt werden muss, ist es umso schwieriger den Überblick zu behalten.

Mein Release Termin bleibt damit aber in greifbarer Nähe.

Bis dahin, kann ich euch nur empfehlen den oben angegeben Link zu folgen und Dennis´ neues Album zu kaufen, das ab 01.04. erhältlich sein wird, und bereits jetzt einige Songs über verschiedene Download-Portale erhältlich sind.

Freitag, 14. Februar 2014

Bass(t) schon

Als ich vor ca. 10 Jahren anfing Gitrarre zu spielen, erklärte mir mein erster Lehrer folgendes. "Wenn du Gitarre spielen willst, kaufe dir eine Gitarre, übe jeden Tag so lange und viel du kannst, und irgendwann wirst du vielleicht Gitarre spielen können. Willst du Bass spielen, kauf dir einen Bass." Heute kann ich mit großer Sicherheit sagen, dass diese Aussage falsch ist. Der Basspart meines Songs gehört nicht zu den anspruchsvollen Teilen des Songs und stellte mich dennoch vor eine große Herausforderung. Man benötigt wesentlich mehr Kraft und spielt man unsauber, merkt man es sofort. Am vergangenen Dienstag (11.02) habe ich dennoch im Rahmen meiner Gitarrenstunde bei Dennis erfolgreich den Bass eingespielt. 

Mein angepeilter Termin für die Veröffentlichung des Songs ist also weiter existent. In den kommenden Wochen wird der Gesang folgen und dann muss "nur noch" der komplette Song arrangiert werden.  

Dienstag, 28. Januar 2014

Prost Neujahr

Zugegeben, ich bin spät dran. Dafür gibt es dieses mal gleich hervorragende Neuigkeiten. Also gleich zur Sache: Heute habe ich erfolgreich den Gitarren-Part meines Songs eingespielt. Was lange währt... usw. Zum ersten Mal seit dem Beginn der Produktion habe ich ein gutes Gefühl bei der Sache und sehe "Licht" am Ende des Tunnels. Nächste Woche geht´s an den Bass, dann an den Gesang. Vorsichtig geschätzt, erhoffe ich mir eine Fertigstellung bis Ende März.

Ein weiteres Projekt - das schon abgeschlossen ist - wird in den kommenden Wochen ebenfalls auf diesen Blog wandern. Vor einigen Jahren durfte ich die Musik zu einem kurzen Film meiner Schwester beisteuern. Dieses Werk lag nun unter dem Weihnachtsbaum und soll ebenfalls hier veröffentlicht werden. Sobald ich einen Weg finde - ohne Youtube - ein Video einzubinden, werde ich noch mehr dazu erzählen. 

Durch das Voranschreiten des Songs hoffe ich nun regelmäßiger Updates präsentieren zu können. Soweit so gut und bis dahin: Prost Neujahr. 

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Weihnachtszeit mit Danzer und Hirsch

Die Zeit um Weihnachten herum ist für mich immer durch zwei Extreme geprägt. Höchste Belastung im Arbeits - und Privatleben, sowie abrupte familiäre Ruhe und Geborgenheit. Dieses Jahr treffen die beiden Extreme noch drastischer aufeinander, da sich die Feiertage arbeitnehmerfreundlich verteilen. Das bedeutet im Klartext: Weniger Zeit zur Erledigung der saisonbedingten Arbeit und dafür länger am Stück Ruhe und Entspannung. 
Interessanterweise kann ich seit Jahren beobachten, dass mein Musikgeschmack in diesen Tagen immer ruhiger wird und ich nachdenkliche Musik regelrecht verschlinge. Manchmal habe ich das Gefühl, dass unabhängig von religiösen Festtagen, jeder Mensch zum Ende des Jahres diese Ruhe braucht. Diese Zeit um Revue passieren zu lassen, und in unseren Breiten ist dies nun mal in der kalten dunklen Jahreszeit angebracht. Jedes Jahr entdecke ich neue Künstler, die ich auch nur in dieser Periode des Jahres hören und genießen kann und die mich auf langen dunklen Autofahrten begleiten. Es handelt sich dabei dieses mal um Georg Danzer und Ludwig Hirsch. 

Beide sind leider schon verstorben, hinterließen aber ein großartiges musikalisches Erbe. Georg Danzer war mir zunächst nicht so zugänglich, da seine nasale Stimme mich verschreckte. Ebenso Ludwig Hirsch, der zwar eine wunderbare ruhige sonore Stimme hat, dessen Texte zum Teil jedoch so satirisch schwarz waren, dass ich sie nicht hören konnte. Es ist keine Musik fürs ganze Jahr - das mit Sicherheit nicht. Doch wer sich auf die Texte und die Melodien einlässt, kommt nicht umhin, das selbe Stück wieder und wieder zu hören, nur um sich endgültig in den Bildern und den Botschaften zu verlieren. 

Ich wünsche ein frohes Fest - mit Danzer und Hirsch 

Ludwig Hirsch - Die Omama


Georg Danzer - Der alte Wessely

Mittwoch, 20. November 2013

Sesamstraße und Musiker

Zwischen Aufnahmen und Feintuning meines Songs (ich komme wohl ganz gut voran, wenn man den Fachleuten glauben darf), ein kleines Schmankerl für "Junggebliebene" Musiker und Musikliebhaber. Da ich keine Kinder habe, nehme ich die aktuelle Kinder-TV Landschaft kaum wahr. Natürlich kenne ich aber die alteingesessenen TV-Format, wie beispielsweise die Sesamstraße. Seit Generationen unterhält diese Sendung unseren Nachwuchs und versucht dabei nicht nur zu unterhalten sondern auch den Kindern ein Vorbild zu sein. 
Ganz besonders schön finde ich, dass es offensichtlich auch heute noch für Musiker erstrebenswert ist, dort aufzutreten und mit den Charakteren der Sesamstraße ihre Lieder zu singen. Ganz besonders gelungen, finde ich das unten stehende Video von Tim Bendzko. 
Wer sich mal auf Youtube etwas treiben lassen möchte. Einfach den Lieblingskünstler und Sesamstraße suchen. Es ist erstaunlich wie viele große Stars dort schon waren. 



Sonntag, 3. November 2013

- Titel bitte hier einfügen -

Wer diesen Blog tatsächlich verfolgt (Hallo, einsamer Streuner des World Wide Web), der weiß, dass ich mich mit den großen und kleinen Hürden des Songwritings auseinander setze. Das aktuelle Hindernis, dass ich derzeit zu meistern versuche, mag auf den ersten Blick nur ein kleines Problem sein - stellt mich derzeit jedoch vor erhebliche Schwierigkeiten. Ich rede von der Suche nach dem richtigen Titel.
In den kommenden Wochen werde ich einen erneuten Anlauf starten und mit professioneller Unterstützung versuchen einen Song einzuspielen. Das Lied steht schon länger, wurde in den letzten Tagen noch einmal überarbeitet und ist soweit auch fertig. Es fehlt lediglich ein passender Titel.

Wenn es darum geht einem Lied einen Namen zu geben, kenne ich nur zwei Szenarien. Entweder man ist binnen Sekunden fündig geworden, es passt wie Arsch auf Eimer und man ist glücklich. Oder es ist das genaue Gegenteil. Im Zuge meiner Suche habe ich mich viel mit anderen Songwritern auseinander gesetzt und bin zumindest auf eine spannendes Detail gestoßen. Ausnahmslos jeder Künstler erklärt, dass es kein Patentrezept gibt. Viele sprechen vom Flow, von Energie und vom "Fühlen eines Songs". Ich finde das bisweilen sehr esoterisch und irgendwie so gar nicht passend zu meiner Art der Musik. Bob Dylan - alias der wohl größte noch lebende Songwriter - hat einmal gesagt, er erkenne einen guten Song daran, dass man jede Zeile des Liedes auch als Titel verwenden könnte.
Unter dieser Voraussetzen ist meine Musik katastrophal schlecht. Ich denke aber auch, dass Dylan auf diese Weise versucht, sich selbst eine Richtlinie zu geben, wenn seine stark interpretativen Texte beim Schreiben aus dem Ruder laufen. Und ehrlicherweise glaube ich auch nicht, dass "I can´t use it anymore" ein ebenso guter Titel gewesen wäre wie "Knocking on heavens door".

Am Ende des Tages bleibt es dabei: Die Titelsuche ist anstrengend und unbefriedigend. Lediglich eine Sache beruhigt mich. Ist der Titel schlecht, das Lied aber gut, sieht man gerne darüber hinweg. Ist es anders herum...

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Keine weiteren Fragen euer Ehren

Zugegebener Maßen ein etwas reißerischer Titel für einen Post, der nach ca. 8 Wochen vollständiger Stille seinen Weg auf den Blog findet. Was war los? Schlicht und einfach das was immer los ist. Der andauernde Kampf zwischen Pflichtbewusstsein und dem Wunsch nach Tatenlosigkeit am Ende des Tages. Man könnte auch sagen: Ich hatte keine Lust. Getan hat sich freilich viel - nur eben nicht an dieser Stelle. 
Im Bezug auf den Titel des Postes, hat mich in den letzten Wochen vor allem "die" eine große Frage beschäftigt. Die Frage nach dem Sinn. Glücklicherweise nicht den Sinn des Lebens oder ähnliche philosophische Fragen. Vielmehr steht zur Debatte, ob es Sinn macht, die Suche nach zufriedenstellenden Aufnahmen fortzusetzen, wenn offensichtlicher Weise, wichtigste Voraussetzungen nicht erfüllt werden. 
  1. Die Ergebnisse sind eine einzige Katastrophe
  2. Es macht keinen Spaß
Würde lediglich eine der benannten Punkte zutreffen, müsste ich nicht lange überlegen. Wenn etwas Freude bereitet, was zwar nachweislich nur mindere Qualität hat, kann man es trotzdem genießen. Den Beweis erbringen hunderttausende Hobby-Fußballer jedes Wochenende. 
Wären die Ergebnisse hervorragend, der Weg dorthin aber schweißtreibende Arbeit, könnte man sich wenigstens am Ende auf die Schulter klopfen und zufrieden auf sein Werk blicken. Der aktuelle Zustand (harte Arbeit - schlechter Output)  ist demnach wie die Aufnahmen: Eine einzige Katastrophe.

Wohin geht also die Reise? 
Ich könnte weitermachen wie bisher. Getreu dem Motto: Augen zu und durch, oder Lehrjahre sind keine Herrenjahre, oder aller Anfang ist schwer, oder, oder, oder. 
Ich könnte weiterhin Lieder schreiben und mich an dem kreativen Prozess erfreuen - jedoch keine Aufnahmen anstreben. 
Ich könnte meine Gitarre an den Nagel hängen... 

Während ich all diese Möglichkeiten die letzten Wochen durchgespielt habe, bin ich auf einen Post des Autors Joe Abercrombie gestoßen. Abercrombie betreibt einen Blog und beantwortet dort sehr ausführlich Fragen von Nutzern über seinen Weg vom Niemand zum gefeierten Autor. In dem Post When is it Good Enough? beantwortet er die Frage, wann er realisierte, dass seine Idee gut genug war bzw. wann sein Werk gut genug war um es öffentlich zu machen. 
Der Post ist ein ausführlicher Blick in das Seelenleben des Autors, vor , während und nach dem Schritt in die Öffentlichkeit. Insbesondere zwei Sätze aus diesem Post haben bleibenden Eindruck hinterlassen. 


Confidence and doubt, therefore, are the bipolar yin and yang of the writerly life. 

There’s a certain arrogance required to think, ‘yeah, I’m going to have a go at that.’ 


Ich denke man kann getrost von den Eckpfeilern sprechen, die ein Künstler verinnerlichen muss. Genug Selbstbewusstsein um es sich selbst zuzutrauen. Genug Zweifel um sich nicht zu überschätzen. Genug Arroganz um es zu Ende zu bringen. Noch bin ich mir nicht sicher ob ich mehr Selbstbewusstsein, weniger Zweifel oder mehr Arroganz benötige um den nächsten Schritt zu gehen. Bis dahin ziehe ich meinen Hut vor diesem großen Autor. 

Keine weiteren Fragen euer Ehren!